Buchenwald: Fotografische Annäherung

Erinnerungskultur hängt von der Sichtweise der Erinnernden ab

Im Sommer 2022 habe ich das Gelände des ehemaligen Konzentrationslagers Buchenwald fotografiert – das Lager, die Gedenkstätte, das Umland. Meine Reise von Stuttgart dorthin habe ich mit Nahverkehrszügen unternommen, unterwegs mit dem 9-Euro-Ticket, in überfüllten Zügen. Wegen der Corona-Pandemie galt eine allgemeine Maskenpflicht. Nicht alle hielten sich daran. Eine Reise als Übung in Geduld und Gelassenheit.

Die Fotografien entstanden in einem Sommer mit wochenlanger Trockenheit und großer Hitze. Sie dokumentieren das Gelände in seinem heutigen Zustand: leer, offen, fragmentiert. Der Blick richtet sich auf das Gelände, die Architektur und die Leerräume, als Annäherung an die Frage, was Fotografie sichtbar machen kann und wo sie an ihre Grenzen stößt. Mit dem Ende der persönlichen Zeugenschaft tritt auch die Frage in den Vordergrund, was Bilder dokumentieren und vermitteln können, und was nicht.

Buchenwald – Das Lager

Buchenwald – Die Gedenkstätte

Buchenwald – Straße und Obelisk


Ausstellungen / Projektanfragen

Die Fotoserie ist als freies Projekt entstanden. Ich freue mich über Anfragen von Galerien oder Einrichtungen, die Interesse an einer Ausstellung haben – sei es im künstlerischen Bereich oder im Zusammenhang mit historisch-politischer Bildungsarbeit.